Die Satzung der Dr. Herman Röver-Stiftung

Auszug aus der vom Senat der Freien und Hansestadt Hamburg genehmigten Satzung der "Dr. Hermann Röver-Stiftung"

Die komplette Satzung im PDF-Format



Präambel

Der Privatgelehrte Dr. Hermann Röver errichtet hiermit eine rechtsfähige Stiftung von Todes wegen und gibt ihr die nachstehende Satzung:



§ 1 Name, Sitz und Rechtsform

(1) Die Stiftung führt den Namen "Dr. Hermann Röver-Stiftung". Sie ist eine rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts.

(2) Die Stiftung hat ihren Sitz in Hamburg.



§ 2 Stiftungszweck

(1) Ausschließlicher und unmittelbarer Zweck der Stiftung ist die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen auf charakterlichem, geistigem und sportlichem Gebiet.
Dabei sollen Instinktsicherheit, Mut, das Kräftemessen mit der Natur und die Überwindung von Schwierigkeiten und Gefahren in erster Linie gefördert werden.
Die Stiftung arbeitet besonders im Bereich der freien Jugendarbeit, der Schul- und Sozialpädagogik und der Lehrerbildung.

(2) Im Rahmen des Stiftungszwecks führt die Stiftung Veranstaltungen mit elementarem und umfassendem Erziehungscharakter durch, wie unter anderem

a) Wanderfahrten in verschiedenen Altersgruppen mit wachsenden Schwierigkeitsgraden,

b) Jugendlager mit besonderen sportlichen Aufgabenstellungen wie Kunstspringen, Rudern, Reiten, Skifahren oder anderen speziellen Konzentrationsübungen.

(3) Die Stiftung kann wissenschaftliche Arbeiten aus dem Gebiet der Bildungsforschung innerhalb der obigen Themenkreise fördern und die Herausgabe unveröffentlichter Arbeiten unterstützen.



§ 3 Stiftungsvermögen

(1) Das Vermögen der Stiftung, das aus Grundstücken, Wertpapieren, Kunstwerken und sonstigen Werten besteht, ergibt sich aus der letztwilligen Verfügung.
Die Mittel der Stiftung dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden.

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(3) Grundsätzlich haben zur Erreichung des Stiftungszwecks nur Zinsen und Überschüsse zu dienen, die zur Erhaltung des Vermögens nicht benötigt werden.

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(5) Dem Stiftungsvermögen wachsen diejenigen Beträge, Rechte und Gegenstände zu, die von Förderern mit dem ausdrücklichen Wunsche zugewendet werden, daß sie ausschließlich und unmittelbar den in § 2 genannten Zwecken zu dienen haben.



§ 4 Stiftungsvorstand

(1) Die Stiftung wird von einem Vorstand verwaltet, der aus fünf Personen besteht.

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(4) Die Vorstandsmitglieder üben ihr Amt ehrenamtlich aus.

(5) Der Vorstand hält seine Sitzungen nach Bedarf ab.

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(7) Beschlüsse des Vorstandes werden in Niederschriften festgehalten.



§ 5 Beschlußfassung des Vorstandes

(1) Der Stiftunsvorstand beschließt mit einfacher Stimmenmehrheit der Anwesenden.
Bei Stimmengleichheit entscheidet der Vorsitzende, bei seiner Abwesenheit der stellvertretende Vorsitzende.
Vorstandsbeschlüsse sind gültig, wenn mindestens drei Vorstandsmitglieder anwesend sind.



§ 9 Stiftungsleistungen

(1) Gesuche auf Leistungen sind an den Vorstand der Stiftung zu richten.
Er bestimmt die Höhe der Leistungen nach Prüfung der Gesuche.

(2) Empfängern von Unterstützungen steht kein rechtlicher Anspruch auf Leistungen zu. Auch durch regelmäßige oder wiederholte Leistungen kann ein Rechtsanspruch nicht abgeleitet werden.

(3) Alle Zahlungen erfolgen freiwillig und mit der Möglichkeit des Widerrufs.

(4) Die Gesuche sollen eine Beschreibung des Vorhabens enthalten, das entweder in der Vorbereitung befindlich ist oder wiederholt werden soll.
Aus der Beschreibung soll hervor-gehen, welche Person, Gruppe oder Institution das Vorhaben persönlich oder finanziell fördert oder gefördert hat.
Das übrige Verfahren regelt die Geschäftsordnung.



§ 12 Aufsichtsbehörde

(1) Die Stiftung untersteht der Staatsaufsicht nach Maßgabe des für die Stiftungen geltenden Rechts.

(2) Aufsichtsbehörde ist der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg
- Senatskanzlei - .



§ 13 Schlußbestimmung

Diese Satzung tritt mit dem Tage ihrer Genehmigung in Kraft.


Genehmigt.
Hamburg, den 25. April 1986
mit Änderung vom 26. Mai 1986